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Autonomie und Risiko

Autonomie und Risiko

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Der Begriff der Autonomie ist uns als das handlungstheoretische Ideal des aufgeklärten Individuums bekannt – als das Vermögen zum selbstbestimmten Verhalten, als das Prinzip eigenverbindlicher Normgebung und als die Grundlage für die Verantwortung des Individuums in der Gesellschaft. Was als Leitidee wissenschaftlicher und philosophischer Aufklärungsdiskurse begann, wird in Zeiten fortschreitender Digitalisierungsvorhaben und der anhaltenden Konjunktur künstlicher Intelligenzen unter dem Motiv der Angleichung an menschliche Handlungsvermögen zunehmend zum Ideal technologischer Zukunftsszenarien verklärt. Damit gehen neue Herausforderungen in Bezug auf ‚Autonomie und Risiko‘ einher, da sich das Verhältnis zwischen dem Menschen und seinen digitalen Technologien mit dem Aufkommen solcher (teil-)autonomer Systeme grundlegend verändert. Dabei gilt es die technischen Protagonisten des digitalen Wandels – Systeme und Anwendungen der Robotik und der Sprachassistenz, der modernen Kriegführung und Mobilität sowie Trends des digitalen Kapitalismus und des privatrechtlichen Datenschutzes - auf ihr Autonomiepotenzial hin zu untersuchen und auszudeuten. Größter Wert wird dabei auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche sowie auf die Schaffung gemeinsamer inhaltlicher Infrastrukturen gelegt. Das geteilte Forschungsanliegen ist der Respons auf ethische, regulative, politische und kulturelle Problempotenziale autonomer Technologien und die Formulierung von konkreten, lösungsorientierten Handlungsempfehlungen, u.a. für sicherheitspolitische Belange und menschenrechtsbezogene Perspektivierungen sogenannter ‚autonomer‘ Waffen.

 

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