Dr. Frank Umbach betonte, dass die Engpässe bei Energieträgern wie Kerosin noch gar nicht absehbar seien. Selbst bei einer kurzfristigen Öffnung der Straße könne es Monate bis Jahre dauern, die entstandene Versorgungslücke zu füllen und zerstörte Versorgungskapazitäten wieder aufzubauen. Auch drohe die Priorisierung bei der Versorgung der bestimmter Verbraucher und im Zweifel müsse in Deutschland auch die Versorgungssicherheit in anderen EU-Staaten berücksichtigt werden.
Dr. Moritz Brake lenkte den Blick auf den entstanden Engpass auf dem eng miteinander verbundenen Weltmarkt. Die Seeblockade des Iran sei schon Teil einer ökonomischen Kriegsführung gegen Deutschland und Europa, auf den bisher nicht offensiv reagiert worden sei. Auch bei einem möglichen Frieden sei eine Kontrolle des Iran über die Straße von Hormus eine Gefahr für die Golfstaaten und eine Bedrohung für die Weltwirtschaft.