Die Sperrung werde weiterhin durch den Iran mittels Gewalt aufrechterhalten. Hierfür verfüge der Iran über glaubwürdige Fähigkeiten, welche auch in absehbarer Zeit nicht verschwänden. Neben dem Raketenbeschuss, welchen die Nachbarländer des Irans derzeit regelmäßig erlebten, sei auch die Ausbringung von Seeminen sehr wahrscheinlich. Der Iran verfüge über verschiedene Modelle, welche dazu in der Lage seien, ganze Schiffe zu zerstören, und habe die Fähigkeit, diese auszulegen, so Dr. Moritz Brake.
Mit Blick auf mögliche Schutzmissionen, um die Durchfahrt durch die Meerenge zu gewährleisten, äußerte er sich kritisch. Der Iran verfüge über nennenswerte Fähigkeiten, welche auch moderne Kriegsschiffe an ihre Grenzen brächten. Zudem seien die Kapazitäten der deutschen Marine begrenzt. Man sei nicht dazu in der Lage, global die eigenen Interessen zu vertreten. Darüber hinaus brächte eine Schutzmission sowohl Material als auch Personal in Gefahr.
Die Anrainerstaaten seien eine mögliche Lösung für die Sperrung der Straße, so Dr. Moritz Brake. Diese seien besonders stark von der Sperrung betroffen, was diese zu einer gemeinsamen militärischen Operation gegen den Iran ermuntern könnte.