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Datum: 02.04.2020

Henry-Kissinger-Professur an der Universität Bonn neu besetzt Rektorat beruft Professor Ulrich Schlie.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Berufungsverfahrens im Wintersemester 2019/20 tritt der neue Henry-Kissinger-Professor, Dr. Ulrich Schlie, am 1. April 2020 seinen Dienst an. Er verstärkt das Team des im Aufbau befindlichen Centers for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn, wo mittels interdisziplinärer Forschung und Lehre zu strategischen Herausforderungen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit sowie der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch zu Nachhaltigkeitsthemen wie Nahrungs- und Ressourcensicherheit gearbeitet wird.

Ulrich Schlie ist durch zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Strategie und Sicherheitspolitik sowie diverse internationale Lehrtätigkeiten ausgewiesen. In seinem bisherigen beruflichen Werdegang hat er es verstanden, wissenschaftliche Fragestellungen mit seinen praktischen beruflichen Aufgaben insbesondere auf dem Feld der Sicherheitspolitik und Diplomatie zu verbinden.

Nach dem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Romanistik an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Bonn, Köln und der London School of Economics (LSE) war er zunächst bei der Stiftung Wissenschaft und Politik tätig, bevor er 1993 in den Auswärtigen Dienst eintrat. Von 1995 bis 2001 war er in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und in der Planungsgruppe des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden für den Bereich der Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik zuständig. Von 2005 bis 2012 war Ulrich Schlie Leiter des Planungsstabs des Bundesministers der Verteidigung und von 2012 bis 2014 als Politischer Direktor für alle Fragen der internationalen Sicherheitspolitik und Verteidigungspolitik im Bundesministerium der Verteidigung tätig. In dieser Funktion hat er das Ministerium in den entsprechenden Gremien und Arbeitsgruppen von NATO und EU auf der Ebene der hohen Beamten vertreten.

Er wurde promoviert mit einer Arbeit über Friedensinitiativen im Zweiten Weltkrieg an der Universität Bonn und habilitierte sich an der Andrássy-Universität Budapest mit einer Arbeit zum „Wandel der strategischen Ausrichtung und die sich daraus ergebenden Schwerpunkte und Folgerungen für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik vor dem Hintergrund des zeitgeschichtlichen Kontextes seit 1949“.

Ulrich Schlie hat neben seiner beruflichen Tätigkeit zahlreiche Lehraufträge und Gastprofessuren übernommen. Seit 2001 war er unter anderem als Professeur associé Inhaber des Alfred-Grosser-Lehrstuhls am Institut d Études Politiques de Paris (Sciences Po) in Paris, Fellow am NATO Defence College Rome, am Weatherhead Center der Harvard University sowie Professor of Practice an der Tufts University (Medford/MA, USA). Von August 2015 bis März 2020 hatte er den Lehrstuhl für Diplomatie II an der Andrássy-Universität Budapest inne, wo er 2016 ein ‚Zentrum für Diplomatie’ mitbegründete.

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