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Digital Fragmentations and Digital Sovereignty

 

Call for Papers: PDF

Conference Program (Draft): PDF

Das Projekt beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Idee digitaler Souveränität und der zunehmenden Fragmentierung von Cyberspace und Internet Governance. Im offenen globalen Internet nehmen die Risiken und Gefahren für staatliche Sicherheit durch Cyberkriminelle, Terroristen und extremistische Gruppen, staatliche Cyberattacken sowie die Übermacht von Plattform-Firmen rasant zu. Angesichts dieser Entwicklungen ist der Begriff der digitalen Souveränität zu einem Schlagwort geworden: Zunehmend werden Regulierungen zur Datenlokalisierung erlassen. Globale Internet-Governance steht vor der Herausforderung einer „Cyber-Balkanisierung“. In engem Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt "Infrastrukturen der chinesischen Moderne" werden die Zergliederung und Inselbildung als bestimmender Moment der internationalen Debatte über das Modell der Global Internet Governance untersucht.

Für ein besseres Verständnis dieser unübersichtlichen Trends ist es notwendig, interdisziplinäres Fachwissen, unter anderem aus den Politikwissenschaften, Regionalwissenschaften, Rechtwissenschaft, Informatik, Soziologie und Ökonomie zusammenzuführen. Vor diesem Hintergrund soll ein Netzwerk mit einem darauf aufbauenden Forschungscluster ins Leben gerufen werden, das sich theoretisch und empirisch mit den folgenden Kernfragen auseinandersetzt: Wie lässt sich die Beschleunigung der digitalen Fragmentierung sowie das Aufgehen neuer Bruchlinien konzeptionell und aus multi-disziplinärer Sicht erfassen, einordnen und erklären? Welche Faktoren stehen im Zusammenhang mit unterschiedlichen Aspekten digitaler Fragmentierung, welche wirken verstärkend und welche abschwächend? Steht die Idee der „digitalen Souveränität“ fundamental im Widerspruch zum offenen und interoperablen Internet? Könnten der globale Cyberspace sowie transnationale digitale Ökosysteme wegen der inkompatiblen Internet-Governance-Modelle Chinas und der USA in zwei Sphären aufgespalten werden? Ist „digitale Souveränität“ tatsächlich ein sinnvoller Ansatz, um der Dependenz bei kritischen digitalen Infrastrukturen aber auch den Auswirkungen der Fragmentierung zu begegnen?

 

Leitung: Dr. Ying Huang und Prof. Dr. Maximilian Mayer

Förderung: gefördert durch den Transdisziplinären Forschungsbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften“ (TRA 4) der Universität Bonn

Laufzeit: März 2021 – März 2022

 

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