Für Schlie zeichnet sich eine Neujustierung der deutschen Chinapolitik ab, die sich vor allem durch eine stärkere realistische Perspektive auszeichnet. Merz’ Antrittsbesuch in Peking und Hangzhou markiere das Ende einer Phase, in der Deutschland China primär als wirtschaftlichen Wettbewerber sah, und leite eine strategischere, nüchterne Haltung ein. Dabei betont Schlie, dass Berlin neben dem Werben um wirtschaftliche Kooperation auch geopolitische Realitäten – etwa Chinas gewachsene globale Rolle und die Unterstützung Russlands – offen ansprechen müsse. Der Besuch stehe für eine Politik, die Illusionen über Wandel durch Handel hinter sich lässt und gleichzeitig die partnerschaftlichen Chancen in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld nutzt
Ulrich Schlie bei TRT über die außenpolitische Bedeutung der China-Reise des Bundeskanzlers Ulrich Schlie bei TRT über die außenpolitische Bedeutung der China-Reise des Bundeskanzlers
Mit seinem Antrittsbesuch in Peking leitet Kanzler Merz eine strategische Neujustierung der deutschen Chinapolitik ein.
In einem Beitrag bei TRT-Deutsch betrachtet Ulrich Schlie die Implikationen der jüngsten China-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Abschied von Illusionen: Deutschlands China-Kurs wird realistischer
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Prof. Dr. Ulrich Schlie ist Henry-Kissinger-Professor für Sicherheits- und Strategieforschung