Das primäre Ziel des Dreikönigstreffens sei es, bundesweite Aufmerksamkeit zu generieren und durch den frühen Zeitpunkt im Jahr eigene Schwerpunkte auf die politische Agenda zu setzen. Laut Prof. Dr. Volker Kronenberg ist dies der CSU gelungen. Er beschreibt den Grundton der Veranstaltung als ernst und konzentriert. Dabei verfolge die Partei die Strategie, sich nicht nur als Lieferant populistischer Parolen, sondern als Kraft mit ernsthaften Lösungsansätzen zu präsentieren.
Das im Rahmen des Treffens vorgelegte, dreißigseitige Grundsatzpapier diene zweierlei Zwecken: Es enthalte konkrete Sachvorschläge, funktioniere aber gleichzeitig als Instrument, um eigene Ideen im öffentlichen Diskurs zu positionieren. Einige dieser Vorschläge seien dabei bewusst so formuliert, dass sie bei politischen Mitbewerbern auf Widerstand stoßen und so eine Debatte erzwingen.
Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl in Bayern sieht Kronenberg die CSU vor einem entscheidenden Stimmungstest. Zwar könne die Partei auf langjährige Erfahrung und prominente Gesichter vertrauen, doch sei die allgemeine Stimmung im Land derzeit eher durchwachsen.