Wissenschaft und Modernisierung in China

 24. März 2022, 18:30 bis 20:00 Uhr, Zoom

Dialogreihe: "Chinas Moderne Begreifen – Europäische Reflexionen"

Zur Zeit der chinesischen Revolution vor mehr als hundert Jahren lag die Hoffnung vieler Chinesen auf den modernen Wissenschaften. Während der Kulturrevolution in den 1960er- und 1970er-Jahren wurden chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jedoch verfolgt, und bis vor Kurzem noch galt China als Entwicklungsland, das erheblichen Nachholbedarf auf allen Technik- und Forschungsfeldern hatte. Die aktuelle Führung hingegen hat ein klares Ziel formuliert: China will Wissenschaftsweltmacht werden. Und in der Tat scheint das Land Europa in einigen Bereichen bereits überholt zu haben.

Welche Rolle spielt Wissenschaft also für Chinas moderne Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft? Wie hat sich das Institutionengefüge in höherer Bildung und Forschung im Laufe der Reform- und Öffnungspolitik verändert? Wie hängen Wissenschaft, Politik und Ideologie in Xis China zusammen? Können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler autonom arbeiten oder müssen sie politischen Vorgaben folgen? Ist die zentralisierte Steuerung ein Vorteil, der das Wissenschafts- und Innovationssystem des Westens zurückfallen lässt? Wie sollte die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Universitäten trotz wachsender Spannungsfelder aussehen und welche Grenzen und Potentiale bestehen?


Ablauf

Begrüßung 

Iris B. Müller MBA
Referentin des Landesbüros NRW der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Prof. Dr. Maximilian Mayer
Junior-Professor für Internationale Beziehungen und globale Technologiepolitik, Universität Bonn

Im Gespräch

Dr. Anna Lisa Ahlers
Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Permanent Visiting Fellow an der Universität Bonn

Dr. Rainer Frietsch
Leiter des Competence Centers Innovations- und Wissensökonomie, Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research (ISI)

Moderation

Miklos Romandy
Programm-Manager der Friedrich-Naumann-Stiftung im Regionalbüro Südost- und Ostasien
 


Weitere Informationen

 In Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Diese Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.


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