Standards und Staatskapitalismus – Chinas Rolle bei der Setzung internationaler Normen

11. Mai 2023 | 18:30 - 20:00 Uhr | Online via Zoom

Die Ausbreitung globaler Märkte sowie die wissenschaftlich-technologische Vermessung der Welt haben die Setzung international gültiger Standards in den letzten Jahrzehnten wesentlich vorangetrieben. Dabei ist Chinas wachsender und staatszentrierter Einfluss auf globale Normen zu einem wichtigen Treiber für den technologischen, aber auch den machtpolitischen Wettbewerb zwischen China und dem Westen geworden. Denn obwohl technische Standards grundsätzlich freiwillig und kooperativ gesetzt werden, um grenzüberschreitenden Handel und Arbeitsteilung zu erleichtern, haben sie auch direkten Einfluss auf Machtverteilung und Kontrolle in globalen Märkten.
 
Wie lässt sich erklären, dass chinesische Ingenieur:innen insbesondere bei neuesten Technologien wie künstlicher Intelligenz, 6G und Elektromobilität immer häufiger technische und regulatorische Normierungen bestimmen? Wird China als globale Standardisierungsmacht dominant werden und wie funktioniert das Zusammenspiel von Parteistaat und Unternehmen bei der Standardsetzung? Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung für ausländische Firmen innerhalb Chinas? Wie sollte Europa auf diese Entwicklung reagieren?

 


Ablauf

Begrüßung:

Prof. Dr. Maximilian Mayer
Junior-Professor für Internationale Beziehungen und globale Technologiepolitik, Universität Bonn

Im Gespräch:

Dr. Tim Rühlig
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin

Dr. Susann Lüdtke
Associate, Lehrstuhl China Business and Economics, Sinologie, Universität Würzburg

Moderation:

Ann Catrin Riedel
Geschäftsführerin bei NExT e.V.

In Zusammenarbeit mit

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