Die politische Instabilität Frankreichs äußert sich laut Dr. Landry Charrier primär in der Unfähigkeit, eine stabile und tragfähige Regierung zu bilden. In diesem Prozess gelte Emmanuel Macron als politisch „verbrannt“. Von diesem Machtvakuum und der anhaltenden Krise profitiere insbesondere der Rassemblement National unter der Führung von Marine Le Pen und Jordan Bardella.
Ein potenzieller Wahlsieg der Rechten bei der nächsten Präsidentschaftswahl hätte laut Charrier unabsehbare Folgen für Europa und das deutsch-französische Verhältnis. Frankreich, das bislang als verlässlicher Stabilitätsgarant fungierte, drohe sich in einen Unruhestifter und Spalter innerhalb der EU zu verwandeln.
Die weitere Entwicklung hänge nun maßgeblich von zwei Wegmarken ab:
- Den Kommunalwahlen im kommenden März, die als wichtiger Stimmungstest gelten.
- Der Präsidentschaftswahl 2027, die über die langfristige strategische Ausrichtung des Landes entscheiden wird.