Die Welt befinde sich in einer Phase großer Unordnung, und Deutschland könne zu zentralen internationalen Herausforderungen wie den Kriegen im Iran und in der Ukraine oder den Handelskonflikten mit den USA derzeit nur begrenzt beitragen.
Die größte sicherheitspolitische Herausforderung für Deutschland sei aktuell der Krieg gegen den Iran und dessen wirtschaftliche Folgen. Selbst wenn sich der Konflikt beruhigen sollte, würden die Auswirkungen noch über Jahre hinweg spürbar bleiben. Das jetzt wahrscheinlich ausgehandelte Abkommen der USA sei allenfalls eine Atempause, da grundlegende Fragen – etwa zum iranischen Atomprogramm oder zur dauerhaften Sicherheit und Offenhaltung der Straße von Hormus – weiterhin ungelöst seien.
Auch die Handlungsfähigkeit der G7 sei eingeschränkt. Die übrigen sechs Mitgliedstaaten würden sich vor allem darauf konzentrieren, den US-Präsidenten nicht zu verärgern und offene Konflikte innerhalb des Bündnisses zu vermeiden.