Aktuell bestünden für die Schifffahrt in der Meerenge zahlreiche Bedrohungen, darunter Drohnenangriffe, Raketenbeschuss und Seeminen. Oft genüge bereits die Drohung des Irans, da zivile Unternehmen die damit verbundenen Risiken nicht tragen können, solange eine akute Kriegsgefahr besteht. Ein wirksamer Schutz der Schiffe wäre derzeit nur durch den Einsatz erheblicher militärischer Mittel möglich und bliebe dennoch mit erheblichen Gefahren verbunden.
Die von den USA angekündigte Blockade der Straße ziele vor allem darauf ab, Schiffe daran zu hindern, die von der iranischen Führung geforderte Maut zu entrichten und damit das Regime in Teheran finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig soll auf diese Weise zusätzlicher diplomatischer Druck ausgeübt werden.
Im Hinblick auf einen möglichen Einsatz der Bundeswehr in der Region gilt, dass ein Engagement in einer Kriegssituation stets mit dem Risiko eigener Verluste verbunden ist und nur unter erheblichem Ressourceneinsatz und mit entsprechenden politischen Mandaten realisiert werden könnte.