Energiewende ohne China? Wie sehr die globale Dekarbonisierung von China abhängt

19. Dezember 2024 | 18:30 - 20:00 Uhr | Online

China ist ein Schlüsselland beim Klimaschutz und der globalen Energiewende. Ob internationale Klima-Schutzziele umzusetzen sind, hängt daher maßgeblich von der chinesischen Klimapolitik ab. Einerseits treibt Chinas Regierung den Ausbau erneuerbarer Energien mit großem Tempo voran. Präsident Xi hat sich zum Ziel gesetzt, spätestens 2030 den Höchststand an CO2-Emissionen erreicht zu haben. Andererseits ist China mit einem Anteil von rund einem Drittel inzwischen weltweit der größte Emittent von Treibhausgasen. Erst bis 2060 möchte die Volksrepublik klimaneutral werden. Denn wichtiger noch als Klimaschutz ist der Regierung die Energiesicherheit – und die auch weiterhin vom Kohlestrom abhängt. Doch der Klimawandel macht auch vor China nicht Halt: Immer massiver ist die Volksrepublik von Unwettern und Hitzewellen betroffen, die zu Todesopfern und großen wirtschaftlichen Einbußen führen.

Schafft es China tatsächlich, seine Energiewende zu realisieren? Welche Rolle spielen die technologischen Fortschritte und Chinas enorme Produktionskapazitäten für die rasche und kostengünstige Ersetzung von fossilen Energieträgern, nicht nur in China selbst, sondern weltweit? Wie sehr ist die Dekarbonisierung in Europa abhängig von chinesischen Firmen und Produkten, etwa bei Batterien, E-Autos und der Solarstrom? Ist eine Klimakooperation zwischen Peking und Brüssel nach wie vor vielversprechend?

Die Veranstaltung ist Teil der Dialogreihe "Chinas Moderne Begreifen - Europäische Reflexionen". Diese wird in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit durchgeführt und im Rahmen der Forschungsgruppe„Infrastrukturen der chinesischen Moderne und ihre konstitutiven globalen Effekte“ organisiert, die durch das NRW-Rückkehrprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.


Ablauf

Begrüßung:

Iris B. Müller MBA

Referentin des Landesbüros NRW der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Prof. Dr. Maximilian Mayer

Junior-Professor für Internationale Beziehungen und globale Technologiepolitik, Universität Bonn

Im Gespräch:

Belinda Schäpe

China Policy Analyst beim Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA)

Dr. Jost Wübbeke

Managing Partner bei Sinolytics

Moderation:

Mitra Heydari

BA-Studierende, Universität Bonn


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