Was kann Diplomatie mit dem Iran bewirken?
Von den Verhandlungen über das Nuklearabkommen mit dem Iran zun den amerikanisch-israelischen Kriegen gegen den Iran 2025/2026
20. Mai 2026 | 17:30 – 19:00 Uhr | Festsaal, Hauptgebäude, Universität Bonn
Vortrag von Botschafter a. D. Hans-Dieter Lucas (ehemaliger Politischer Direktor im Auswärtigen Amt und CASSIS Senior Fellow).
Die Beziehungen zwischen dem Iran, den USA und Israel stehen exemplarisch für die Spannungsfelder moderner Diplomatie zwischen Verhandlung, Abschreckung und militärischer Eskalation. Während das Nuklearabkommen lange als zentraler Ansatz galt, um das iranische Atomprogramm einzudämmen, zeigen die Entwicklungen der Jahre 2025/2026 die Fragilität diplomatischer Prozesse: Gescheiterte Verhandlungen mündeten in direkte militärische Konfrontationen zwischen den beteiligten Akteuren.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die grundlegende Frage, welche Handlungsspielräume Diplomatie unter Bedingungen zunehmender Gewalt noch besitzt. Kann sie Konflikte nachhaltig deeskalieren – oder wird sie zunehmend von strategischen und militärischen Logiken überlagert? Der Vortrag von Botschafter a.D. Lucas, der von 2011-2015 deutscher Verhandlungsführer in den Verhandlungen über das Nuklearabkommen war, beleuchtet diese Dynamiken und diskutiert, welche Rolle Diplomatie im Kontext des Iran-Konflikts heute noch spielen kann.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Görres Gesellschaft im Rahmen des Dies Academicus der Universität Bonn durchgeführt.
Ablauf
Einführung
Prof. Dr. Ulrich SchlieHenry-Kissinger-Professur für Sicherheits- und Strategieforschung
Vortrag und Diskussion
Botschafter a.D. Dr. Hans-Dieter Lucas
Ehemaliger Politischer Direktor im Auswärtigen Amt und CASSIS Senior Fellow
Weitere Informationen
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Dies Academicus der Universität Bonn statt.