Die Sperrung der Straße von Hormuz für eine Militärübung mit Russland seien eine Drohgebärde, wie man sie bereits seit 25 Jahren beobachte, so Dr. Joachim Weber. Russlands Möglichkeiten seien durch den Krieg in der Ukraine zwar begrenzt, man sollte jedoch nicht den Fehler machen und davon ausgehen, dass Russland handlungsunfähig sei.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen komme sei hoch. Man habe mittlerweile den Punkt überschritten, wo die Sammlung von militärischen Wirkmitteln ausschließlich als Drohung zu interpretieren seien. Dr. Joachim Weber sieht im Verhalten der USA eine „westliche Hybris“. Man glaube mit Gewalt ein Einlenken erzwingen zu können. Dies sei ein Irrglaube, welcher sich in der Vergangenheit mehrfach bestätigt habe. Zwar lasse sich ein Regime stürzen, die Bevölkerung lasse man jedoch häufig im Bürgerkrieg zurück. Eine Vision, was danach komme, suche man vergeblich.