08. September 2026

"Soll das Unrecht am Ende siegen?" - James D. Bindenagel in der FAZ über die AfD, Raubkunst und deutsche Erinnerungskultur "Soll das Unrecht am Ende siegen?" - James D. Bindenagel über die AfD, Raubkunst und deutsche Erinnerungskultur

In einem Gastbeitrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 4. September 2026 zeichnet CASSIS-Fellow James D. Bindenagel die Geschichte des deutschen Umgangs mit NS-Raubkunst nach und würdigt die Rückgabebemühungen der letzten Jahre als eine der Erfolgsgeschichten deutscher Erinnerungskultur. Zugleich warnt er, dass die AfD diese Erinnerungskultur infrage stellt und weitere Aufarbeitung stark gefährdet.

Professor James D. Bindenagel
Professor James D. Bindenagel © CASSIS
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Professor James D. Bindenagel eröffnet den Beitrag mit einem Auszug aus seiner persönlichen Lebensgeschichte. Schon sein Vater hat 1945 in der US-Armee gegen Nazi-Deutschland mitgekämpft und an der Befreiung eines Konzentrationslagers teilgenommen. Er selbst war lange Zeit an der US-Botschaft in Deutschland tätig und verhandelte Abkommen über die Entschädigung von Zwangsarbeitern und die Rückgabe von Raubkunst. Gerade aufgrund seines jahrzehntelangen Bemühens um die Aufklärung der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs sieht er den Aufstieg der AfD mit Sorge. Historisch aufgeladene Wahlkämpfe wie in Sachsen-Anhalt zeigen, dass die AfD die deutsche Erinnerungskultur, die Bindenagel als ein erfolgreiches Kapitel deutscher Demokratiegeschichte würdigt, beenden will und sie sogar verhöhnt.

Den Gastbeitrag Bindenagels in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung finden sie hier. 

Prof. James D. Bindenagel ist emeritierter Henry-Kissinger-Professor für Sicherheits- und Strategieforschung an der Universität Bonn und Senior Fellow am Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS).

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