04. September 2026

Dr. Joachim Weber bei phoenix zu den deutschen Strafmaßnahmen gegen die russische hybride Kriegsführung Dr. Joachim Weber bei phoenix zu den deutschen Strafmaßnahmen gegen die russische hybride Kriegsführung

Dr. Joachim Weber war am 2. September zu Gast bei phoenix und analysierte die deutschen Maßnahmen die als Reaktion auf die anhaltende russische hybriden Kriegsführung verhängt worden sind. Er sieht die zunehmende Verschlechterung der Beziehungen zu Russland mit Sorge und warnt vor einer Eskalationsdynamik, die einem "Vorkriegszustand" nahekommt. 

Joachim Weber bei phoenix am 2. September 2026
Joachim Weber bei phoenix am 2. September 2026 © phoenix
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Die im Zuge der anhaltenden russischen hybriden Kriegsführung von der Bundesregierung verhängten Strafmaßnahmen, die unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des russischen Hauses in Berlin beinhalten, schätzt Dr. Joachim Weber, Senior Fellow am CASSIS, als maßvoll und angebracht ein. Viel sei allerdings nicht mehr im Köcher, dass man Russland als weitere Gegenmaßnahme auf weitere Zwischenfälle androhen könne. Der nächste Schritt sei der vollständige Abbruch der diplomatischen Beziehungen, so Weber. Er vergleicht die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland mit zwei Zügen, welche auf dem selben Gleis aufeinander zufahren.

Weber sagte, man müsse Einschätzungen anderer Sicherheitsexperten, die er zuvor gemieden habe, wie beispielsweise dass man sich in einer Vorkriegssituation befinde, angesichts der Eskalation der Lage nun in sein Vokabular aufnehmen. Außerdem stellte er die Frage in den Raum, ob von europäischer Seite genug unternommen werde, um Gesprächskanäle mit Russland offen zu halten.

Dr. Joachim Weber ist Senior Fellow am Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies.

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