Der Beitrag beleuchtet den Briefwechsel zwischen Helmut Kohl und Otto von Habsburg, der sich von 1971 bis 2010 erstreckte. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Überzeugung von der Bedeutung der europäischen Einigung, die bereits in den frühen Schreiben beider Politiker deutlich wird. Otto von Habsburg unterstützte Kohl auf seinem Weg zum Bundeskanzler und verband mit dessen Amtsantritt große Hoffnungen für die europäische Integration. Auch Kohls europapolitische Vorstellungen und seine Orientierung an Konrad Adenauer wurden von Habsburg früh erkannt. Gleichzeitig zeigt der Briefwechsel, dass die gemeinsame europapolitische Grundüberzeugung nicht zu einem engen politischen Meinungsaustausch führte. Während Otto von Habsburg wiederholt politische und personalpolitische Anliegen an Kohl herantrug, blieb dessen Korrespondenz häufig sachlich und auf einzelne Fragen begrenzt. Der Kontakt riss jedoch nie ab. Die spätere Einladung Kohls als Hauptredner zur Generalversammlung der Paneuropa-Union im Jahr 2002 und der Briefwechsel bis 2010 verdeutlichen die fortbestehende persönliche Verbundenheit.
Prof. Dr. Ulrich Schlie über den Briefwechsel zwischen Helmut Kohl und Otto von Habsburg Prof. Dr. Ulrich Schlie über den Briefwechsel zwischen Helmut Kohl und Otto von Habsburg
Prof. Dr. Ulrich Schlie schreibt über den langjährigen Briefwechsel zwischen Helmut Kohl und dem letzten Kronprinzen von Österreich-Ungarn und Europapolitiker Otto von Habsburg. Dabei zeichnet er das Verhältnis zweier überzeugter Europäer nach.
Prof. Dr. Ulrich Schlie über den Briefwechsel zwischen Helmut Kohl und Otto von Habsburg
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Prof. Dr. Ulrich Schlie ist Direktor des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS).