Prof. Dr. Ulrich Schlie
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Prof. Dr. Ulrich Schlie

Direktor des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS)
Henry-Kissinger-Professor für Sicherheits- und Strategieforschung am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie

Kontakt

E-Mail: ulrich.schlie@uni-bonn.de
Telefon: 0228 73-7639
Adresse: Römerstr. 164, 3. Stock, D-53117 Bonn
Twitter: @CASSIS_Bonn


Profil

Nach einem Studium der Mittelalterlichen und Neueren Geschichte, der Politikwissenschaft und der Romanistik an der Universität Bonn war Ulrich Schlie von 1991 bis 1993 bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen/Isar tätig. Anschließend trat er als Angehöriger des 48. Attachélehrgangs in den Auswärtigen Dienst ein, den er 2020 verließ. In Dieser Zeit war er von 2015 bis 2012 Leiter Planungsstab des Bundesministers der Verteidigung sowie von 2012 bis 2014 Politischer Direktor im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Er habilitierte sich im Februar 2020 mit einer Arbeit zum strategischen Wandel der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 an der Andrássy Universität Budapest. 1992 wurde er an der Universität Bonn mit einer Arbeit über „Geheimgespräche mit dem Gegner. Die Westmächte und die Friedensfrage im Zweiten Weltkrieg“ promoviert. 

Ulrich Schlie war unter anderem Professor of Practice an der Tufts University (Medford, MA/ USA), Fellow am Weatherhead Center der Harvard University (Cambridge, MA/USA), Visiting Fellow am Nato Defence College Rom, Visiting Scholar an der University of Cambridge/UK und Professeur associé als Inhaber des Alfred Grosser-Lehrstuhls am Institut d’Études Politiques de Paris (Sciences Po) sowie Inhaber des Lehrstuhls für Diplomatie II an der Andrássy Universität Budapest.


  • Tufts University, Medford, MA/ USA: Professor of Practice, Institute for Global Leadership
  • Harvard University, Cambridge/MA, USA: Fellow at the Weatherhead Center for International Affairs
  • Institut d'Études Politiques de Paris (Science Po): Professeur associé, chair Alfred Grosser
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Lehrauftrag, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät sowie Institut für Politische Wissenschaft
  • Universität Erfurt: Lehrauftrag im Aufbaustudiengang Master of Public Policy (MPP) sowie an der Staatswissenschaftlichen Fakultät
  • Humboldt-Universität Berlin: Lehrauftrag, Institut für Politikwissenschaft
  • Freie Universität Berlin: Lehrauftrag, Otto Suhr Institut
  • 2001 - 2009: Vorsitz des Kuratoriums Carl J. Burckhardt, Vinzel ob Rolle/Vd., Schweiz

  • 2008 - 2015: Mitglied des Beirates der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin

  • 2014 - 2019: Mitglied des Kuratoriums des Henry Kissinger Lehrstuhls der Universität Bonn

  • 2019 - 2020: Mitglied der Unabhängigen Historikerkommission beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Berlin

  • seit 2012: Mitglied des Kuratoriums in der Stiftung 20. Juli 1944 e.V., Berlin

  • seit 2019: Mitglied in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Salzburg

  • seit 2021: Mitglied des Beirates der Nordrhein-Westfälischen Akademie für Internationale Politik


Forschungsschwerpunkte

Forschungsprojekte

Schwerpunkte

  • Internationale Beziehungen und internationale Sicherheit
  • Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik 
  • Strategie und Diplomatie
  • Politische Entscheidungsprozesse
  • Deutsche und europäische Geschichte

Weitere Expertise

Balkan | Europa | Geheimdienste | Globalisierung | Militärstrategie und nationale Sicherheit | NATO | Nuklearfragen | Russland | Transatlantische Beziehungen | Türkei |  Vereinigten Staaten von Amerika | Vereinte Nationen | Zeitgeschichte 


Lehre

Sprechstunden

Nach Vereinbarung. Es wird um eine Kontaktaufnahme per Mail gebeten.

(Anmeldung bitte bei Penelope Wessel: reischert@uni-bonn.de)

Wintersemester 2022/23

  • Henry Kissinger und Deutschland (Mastermodul PMIB)
  • Doktorandenkolloquium zu Methodenproblemen der Zeitgeschichte und der internationalen Sicherheitspolitik im digitalen Zeitalter (auf persönliche Einladung)

Sommersemester 2022

  • Aktuelle Fragen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik (Mastermodul PMEP)
  • Doktorandenkolloquium zu Methodenproblemen der Zeitgeschichte und der internationalen Sicherheitspolitik im digitalen Zeitalter (auf persönliche Einladung)

Wintersemester 2021/2022

  • Towards a common strategic culture: Franco-German defense and security cooperation (Mastermodul GMIB)
  • Der deutsche Auswärtige Dienst und der Wandel der Diplomatie (Bachelormodul VMDE)
  • Masterkolloquium (auf persönliche Einladung)

Sommersemester 2021

  • Die Bundeswehr als Instrument der deutschen Sicherheitspolitik (Mastermodul GMEP)
  • Methodenprobleme der Zeitgeschichte und der internationalen Sicherheitspolitik im digitalen Zeitalter (Masterprofilmodul PMIB)
  • Masterkolloquium (auf persönliche Einladung)

Wintersemester 2020/2021

  • Historische und politische Grundlagen der deutsch-französischen Sicherheitsbeziehungen (Mastermodul GMEP/EP)
  • Das Strategische Konzept der Nordatlantischen Allianz (Mastermodul PMEP/EP)
  • Doktorandenkolloquium (auf persönliche Einladung)

Sommersemester 2020

  • Burdensharing in den europäisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen (Mastermodul GMEP/EP)
  • Deutsche Außenpolitik und strategischer Wandel: Zur aktuellen Debatte über die deutsche Außenpolitik (Bachelormodul VMDE) 

Veranstaltungen der HKP

Die Henry-Kissinger-Professur für Sicherheits- und Strategieforschung (HKP) führt eine Reihe von Veranstaltungen mit hochrangigen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft durch, sowohl im Rahmen des CASSIS als auch in Kooperation mit externen Partnern.

kommende Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen: 

Gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst organisiert die Henry-Kissinger-Professur für Sicherheits- und Strategieforschung am CASSIS der Universität Bonn diese Veranstaltung, um den politischen und akademischen Kosmos in einer Diskussionsveranstaltung zusammenzuführen und gemeinsame Wege zu erörtern.

vergangene Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen:

HMCG Rafe Courage wird seine Erfahrungen und Eindrücke als britischer Generalkonsul vortragen und mit Prof. Dr. Ulrich Schlie Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für die britisch-deutsche und die britisch-europäische Kooperationen diskutieren.  

Join us to discuss these and other questions in an open panel on November 16, 2022, in which we will shed critical light on the election results and reflect on the current state of American democracy.

International experts meet in Bonn to discuss the future of transatlantic relations as well as German, American, and European foreign and security policy. The discussion will focus on religion, conflict and politics, antisemitism and its impact on transnational security cooperation, and new opportunities for middle power security cooperation in the face of geopolitical upheaval.

Klicken Sie hier für das follow-up des ISFB 2022. 


Hier finden Sie Übersichten über vergangene und kommende Veranstaltungen des CASSIS.


Beachtenswerte Publikationen

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© Verlag Herder

Ulrich Schlie, "Im Namen Gottes"– Die Berufung auf den Namen Gottes und die Entwicklung der Staatenwelt seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, in: Sautermeister, Jochen/Hilpert, Konrad (Hgg.), Moralismen. Formen und Strukturen einer neuen Sensibilität (Jahrbuch für Moraltheologie Bd. 6), Freiburg 2022, S.70-90.

"Die tektonischen Verwerfungen der Gegenwart mit ihrer Vielzahl neuer strategischer Unsicherheiten und dem Ende der alten Ordnung stellt die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Politik, die Berufung auf den Namen Gottes, auf eine ganz neue Weise. Weltweit gewinnt Religion vor diesem Hintergrund eine neue Bedeutung für die Politik."

Jahrbuch
© NOMOS

Ulrich Schlie, Die Europäische Union und die NATO, in: Weidenfeld Werner, Wessel Wolfgang (Hgg.), Jahrbuch der Europäischen Integration 2021, Baden-Baden 2021, S.457-462.

"Das Jahrbuch der Europäischen Integration des Instituts für Europäische Politik (Berlin) dokumentiert und bilanziert seit 1980 zeitnah und detailliert den europäischen Integrationsprozess. Entstanden ist in 41 Jahren eine einzigartige Dokumentation der europäischen Zeitgeschichte. Das „Jahrbuch der Europäischen Integration 2021“ führt diese Tradition fort. In mehr als 100 Beiträgen zeichnen die Autor:innen in ihren jeweiligen Forschungsschwerpunkten die europapolitischen Ereignisse des Berichtszeitraums 2020/2021 nach und informieren über die Arbeit der europäischen Institutionen, die Entwicklung der einzelnen Politikbereiche der EU, Europas Rolle in der Welt und die Europapolitik in den Mitgliedstaaten und Kandidatenländern."

Sirius Sicherheitspolitik
© Sirius

Ulrich Schlie, Deutsche Sicherheitspolitik nach 1990. Auf der Suche nach einer Strategie, in: Sirius, Jg. 4, 3/2020, S.304-314.

"Der Aufsatz bilanziert die deutsche Sicherheitspolitik seit 1990 unter dem Gesichtspunkt von ressortübergreifendem Sicherheitsverständnis und gesamtstaatlicher Sicherheitsvorsorge. Er arbeitet das fehlende Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Diplomatie und Militärstrategie in historischer Perspektive heraus und identifiziert die damit verbundene strategische Lücke bei der Formulierung und Implementierung der praktischen Außen- und Sicherheitspolitik."


Aktuelles von Ulrich Schlie

Warum der Egoismus der Ministerien unsere Sicherheitspolitik lahmlegt

"Diplomatie und Militärstrategie gehören zusammen. Doch in Deutschland neigen Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium dazu, eher gegeneinander zu arbeiten, schreibt unser Autor, einst hoher Beamter im Verteidigungsministerium. Er sagt, warum nun die Stunde des Kanzleramts schlagen muss."

Ein Vertrag gegen die Geschichte und für die Zukunft eines einigen Europas

Ulrich Schlie über den Élysée-Vertrag und die deutsch-französische Partnerschaft.

Die Bundeswehr à la carte hat ausgedient

Ulrich Schlie analysiert im Cicero den Rücktritt der Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.

Der Druck auf Österreich wird steigen

Ein Artikel der Wiener Zeitung über die Studie von Ulrich Schlie und die Entwicklungen der NATO sowie deren Auswirkungen auf die Sicherheitspolitik von Österreich. 

  • Beitrag von Ulrich Schlie für die Welt: "Warum der Egoismus der Ministerien unsere Sicherheitspolitik lahmlegt" (24.01.2023)
  • Beitrag von Ulrich Schlie für den Cicero "Ein Vertrag gegen die Geschichte und für die Zukunft eines einigen Europas" (22.02.2023)
  • Beitrag von Ulrich Schlie für den Cicero "Die Bundeswehr à la carte hat ausgedient" (17.01.2023)
  • Beitrag von Ulrich Schlie für die Herder Korrespondenz: "Widerständige Literaten" (01.01.2023)
  • Vortrag von Ulrich Schlie für die Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz: "Machtverschiebungen im Balkanraum" (11.01.2023) 
  • Interview von Ulrich Schlie in der Dokumentation "Duell der Kronprinzen - Rudolf von Österreich und Wilhelm von Preußen" von Universum History (20.12.2022) 
  • Beitrag von Ulrich Schlie in der NZZ "Der Weltkrieg in Momentaufnahmen: wie die Menschen vor 80 Jahren ums Überleben rangen und die Barbarei ihrer Zeit wahrnahmen"
  • Aufsatz von Ulrich Schlie: „Es gibt Dinge, die man besser nicht öffentlich ausspricht“. Helmut Kohl, Giulio Andreotti und der Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands 1989/90, in: Ohnesorge, Hendrik (Hg.), Macht und Machtverschiebung: Schlüsselphänomene internationaler Politik – Festschrift für Xuewu Gu zum 65. Geburtstag, De Gruyter Oldenbourg, 2022, pp.183-200.
  • Interview mit Ulrich Schlie im WDR 5 Morgenecho: Raketeneinschlag in Polen: "NATO hat besonnen reagiert" (17.11.2022)
  • Aufsatz von Ulrich Schlie: "Die nationalsozialistische Machtergreifung nach der Machtübertragung" in: Weber, Thomas (Hg.), "Als die Demokratie starb", Freiburg im Breisgau 2022.
  • Vortrag von Ulrich Schlie für die Görres-Gesellschaft: "Kriegschaos und Friedensordnung - was wir aus der Geschichte lernen können" (15.11.2022)
  • Aufsatz von Ulrich Schlie und Andreas Lutsch: "We Never Plan For The Worst Case" - Considering the Case of Germany" in: Meyer, Christoph/ Michaels, Eva/Ikani, Nikki/Guttmann, Aviva/Goodman, Michael S. (Hgg.), "Estimative Intelligence in European Foreign Policymaking", Edinburgh University Press 2022.
  • Interview mit Ulrich Schlie in der kroatischen Zeitschrift "Nacional" über den Krieg in der Ukraine (12.10.2022)
  • Beitrag von Ulrich Schlie für Cicero: "Sinn für das Machbare, strategisches Handeln, Mut zur Entscheidung" (03.10.2022)
  • Beitrag von Ulrich Schlie im Genral-Anzeiger Bonn: "Die Krise als Chance für die deutsch-französische Zusammenarbeit" (29.09.2022)
  • Beitrag von Ulrich Schie in der NZZ: "Österreich ringt mit sich selber und erlebt einen grossen Wandel in seiner politischen Klasse" (28.09.2022)
  • Aufsatz von Ulrich Schlie in: "Im Namen Gottes“– Die Berufung auf den Namen Gottes und die Entwicklung der Staatenwelt seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, in: Sautermeister, Jochen/Hilpert, Konrad (Hgg.), Moralismen. Formen und Strukturen einer neuen Sensibilität (Jahrbuch für Moraltheologie Bd. 6), Freiburg 2022, S. 70-90.
  • Radiobeitrag von Ulrich Schlie für MDR Kultur: „Der Ukraine-Krieg: Die ost- und westdeutsche Sicht.“ (02.09.2022)
  • Beitrag von Ulrich Schlie für Cicero: "Zum Tod von Michail Gorbatschow- Ambivalentes Erbe" (31.08.2022)
  • Beitrag von Ulrich Schlie für Cicero: "Die Gegenwart des 20. Juli 1944 und seine Fragen an uns" (20.07.2022)

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

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