Die Verhandlungsangebote des Iran würden sich deutlich von denen der vergangenen Jahre unterscheiden: Der US-Präsident erwarte Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm, während die iranische Führung nur bereit sei, die Meerenge wieder zu öffnen, wenn im Gegenzug ihre Ansprüche auf die Straße von Hormus anerkannt und Sicherheitsgarantien gewährt würden.
Die doppelte Blockade durch die USA und den Iran sei schwer zu überwinden: Beide Seiten sähen sich in einem strategischen Vorteil und gingen davon aus, ihre wirtschaftliche Blockade länger aufrechterhalten zu können. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass Trump in der Frage nuklearer Zugeständnisse von seiner Linie abweiche.
Mit Blick auf die Aussagen des deutschen Bundeskanzlers zur „Demütigung der USA“ verwies Ali Fathollah-Nejaddarauf, dass die iranische Staatspropaganda diese Äußerungen in großem Umfang nutzen würde.
Darüber hinaus sei derzeit unklar, wer in Teheran die Entscheidungen treffe und zu welchen Zugeständnissen die iranische Führung überhaupt bereit sei.