Dr. Moritz Brake argumentiert, dass die Blockade der Straße von Hormus nicht nur einen gravierenden Eingriff in die internationale Schifffahrt, sondern völkerrechtlich einen Akt des Krieges darstelle, von dem Europa unmittelbar betroffen sei. Die Sperrung zentraler Seewege gefährde globale Lieferketten, verschärfe die Versorgungslage für Energie und strategisch wichtige Rohstoffen und habe insbesondere in fragilen Regionen erhebliche humanitäre Folgen.
Zugleich warnt Dr. Brake vor der hohen Verwundbarkeit moderner Volkswirtschaften gegenüber Störungen maritimer Handelsrouten. Die Abhängigkeit von effizienten Lieferketten, die begrenzten militärischen Schutzmöglichkeiten gegen neue Bedrohungen wie Drohnen sowie die Gefahr weiterer Angriffe auf strategische Seewege machten deutlich, dass maritime Sicherheit zu einer zentralen europäischen Sicherheitsfrage geworden sei. Europa müsse daher seine Resilienz stärken, kritische Infrastrukturen besser schützen und die Bevölkerung stärker für die sicherheitspolitischen Herausforderungen sensibilisieren.