Keir Starmer habe trotz seines deutlichen Wahlsiegs die durch den Brexit verursachten Unsicherheiten und wirtschaftlichen Belastungen, unter denen Großbritannien weiterhin leide, nicht beseitigen können. Ebenso sei es ihm nicht gelungen, das Land zu einen und überzeugend auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten. Dies habe letztlich zu seinem Rücktritt geführt.
Kronenberg gibt jedoch zu bedenken, dass auch mögliche Nachfolger vor denselben strukturellen Problemen stünden. Die zentralen Versprechen der Leave-Kampagne seien kaum einzulösen – insbesondere mit Blick auf Migration und die erhofften wirtschaftlichen Vorteile des Brexits.
Die guten Umfragewerte der Partei „Reform“ unterschieden sich dabei kaum von den Erfolgen populistischer Parteien auf dem europäischen Festland. Deren Erfolg beruhe vor allem auf einer starken Polarisierung sowie auf einfachen Antworten auf komplexe Fragen wie Migration, kulturelle Identität und staatliche Souveränität.
Andy Burnham gelte als aussichtsreicher Kandidat für Starmers Nachfolge, seine Nominierung wäre jedoch durchaus mit Risiken verbunden. Es könnte der Eindruck entstehen, dass ihm die notwendige Erfahrung für das Amt des Premierministers fehle. Zugleich bestehe die Möglichkeit, dass er in die Rolle hineinwachse und mit seiner Popularität sowie seinen kommunikativen Fähigkeiten und seiner Popularität punkten könne.