Europa müsse selbstbewusst auftreten und klare Grenzen ziehen, um seine sicherheitspolitischen Interessen künftig wirksam zu wahren. Solche roten Linien seien exemplarisch sichtbar geworden, als eine militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Grönland zeitweise als denkbar erschien. In diesem Kontext hätten die europäischen Staaten unmissverständlich signalisiert, dass die territoriale Integrität nicht zur Disposition stehe. Diese grundlegenden Interessen gelte es nun klar zu definieren und anschließend auch konsequent zu vertreten, so Dr. Frank Umbach.
Entscheidend für den Erfolg sei jedoch eine glaubwürdige Handlungsfähigkeit Europas, die vor allem durch einen substantiellen militärischen Aufwuchs unterlegt werden müsse. Dr. Frank Umbach mahnte hierbei deutlich mehr Tempo in Rüstungs- und Beschaffungsfragen an, da die bisherigen Fortschritte seinen Einschätzungen zufolge noch immer zu langsam voranschritten.