Die US-Marine habe klargemacht, dass die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu riskant sei. Die Lage sei derzeit zu unübersichtlich. Es sei nicht klar, wie viele Antischiffsraketen der Iran in der Region habe und in welchem Zustand die Einheiten seien, welche diese bedienen. Darüber hinaus müssten zunächst die vermeintlich ausgebrachten Schiffsminen entschärft werden.
Dr. Joachim Weber hält die Ausbringung von Minen für plausibel. Er betonte jedoch, dass das Gerücht alleine schon seine Wirkung entfalte. Ob der Iran sich mit den Minen selbst schadet, hänge davon ab, welche Minenart verlegt worden sei. Im Falle von fest verankerten Minen könne der Iran diese umfahren und so sein eigenes Öl exportieren.
Ein Angriff der USA auf die Insel Charg, den zentralen Umschlagspunkt für iranisches Öl, sei unwahrscheinlich. Die USA hätten einen solchen nicht vorbereitet und würden unkalkulierbare Risiken eingehen, da Bodentruppen sowohl auf Minen als auch auf Drohnen stoßen würden.
Insgesamt sei der Krieg bereits jetzt verheerend für die Weltwirtschaft. Golfstaaten begännen bereits damit, Ölquellen zuzuschütten, da sie das Öl nicht mehr abtransportiert bekämen. Dies verschließe die Quellen auf Wochen oder Monate. Den Preis zahle nun die gesamte Weltbevölkerung.