Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels werde heute über die Straße von Hormus abgewickelt. Diese entscheidende Route sei nun durch den Krieg im Iran nicht länger passierbar, was laut Dr. Moritz Brake zum einen zu einer Knappheit auf den Ölmärkten führe, zum anderen aber auch die Versorgung der Anrainerstaaten mit Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern gefährde. Ausweichrouten über Land oder das Rote Meer könnten lediglich einen Bruchteil des Volumens auffangen, so Dr. Moritz Brake.
Die Auswirkungen seien bereits deutlich an den Preissteigerungen an den Zapfsäulen zu sehen. Zwar ermöglichten die höheren Ölpreise die Erschließung neuer Ölquellen, eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland – wie unlängst gefordert – sei jedoch keine Option.
Dr. Moritz Brake betonte zudem, dass Europa durch den Ausbau erneuerbarer Energien zwar weniger stark betroffen sei, die Menge an regenerativer Energie jedoch noch nicht ausreiche, um die gesamte erdölbasierte Wirtschaft aufzufangen.
Abschließend stellte Dr. Moritz Brake fest, dass ein Geleitschutz, wie er etwa von US-Präsident Donald Trump angekündigt wurde, die Blockade kaum beenden könne. Am Ende bliebe das Risiko bei den Reedereien, welche kaum bereit seien, dieses einzugehen, so das Fazit von Dr. Moritz Brake.