Infolge des Angriffs durch die USA und Israel habe der Iran die Straße von Hormus weitestgehend gesperrt. Frachtschiffe und Tanker stauen sich an der Meerenge, was die Preise für Öl und Gas in neue Höhen katapultiert. Lediglich einige chinesische Schiffe hätten die Straße von Hormus bislang durchqueren können.
Laut der Einschätzung von Dr. Frank Umbach sei der Angriff auf den Iran von der Hoffnung auf einen Erfolg getrieben gewesen, wie man ihn zuvor in Venezuela angestrebt hatte. Diese Erwartung eines schnellen Wandels im Iran habe sich jedoch nicht bestätigt. Die nun folgenden Überlegungen der US-Regierung, die Sanktionen auf russisches Öl auszusetzen oder abzuschwächen, würden vor allem Putin in die Karten spielen: Die erhöhten Einnahmen aus den Ölverkäufen könnten den zuletzt in Bedrängnis geratenen russischen Haushalt massiv stützen.
Eine weitere Möglichkeit für eine temporäre Absenkung der Ölpreise sei die Freigabe strategischer Reserven durch die G7-Staaten. Dieses Mittel sei jedoch aufgrund der begrenzten Vorräte zeitlich limitiert und würde im Falle eines längeren Krieges in der Region wirkungslos verpuffen. Man müsse daher genau abwägen, wann und ob man dieses Instrument einsetzen möchte, so Dr. Frank Umbach. Als besonders problematisch erweise sich zudem die große Zahl an Schiffsraketen im Besitz des Irans. Selbst wenn die Angriffe durch die USA und Israel enden würden, bliebe der Iran weiterhin in der Lage, die internationale Schifffahrt dauerhaft zu bedrohen.