Learning Empire
Autonomy, Dependence, and China’s Emerging Imperial Practices
Wie hat sich Chinas Verhalten in der Weltpolitik verändert? Entwickelt sich das Land zu einer neuen Form von Imperium, und welche Strategien verfolgt es dabei?
Die Forschungsgruppe „Learning Empire: Autonomy, Dependence, and China’s Emerging Imperial Practices“ geht davon aus, dass China seine internationale Strategie mit dem Machtantritt Xi Jinpings im Jahr 2013 grundlegend verändert hat. Während zuvor eine zurückhaltende Außenpolitik („keeping a low profile“) dominierte, begann China danach, aktiv globale, auf sich ausgerichtete Hierarchien zu gestalten.
Um diesen Wandel zu verstehen, wurden acht verschiedene Teilprojekte konzipiert, die sich auf jeweils vier zentrale Ziele konzentrieren.
- Understanding policy learning
- Investigating imperial practices
- Analyzing outcomes
- Theorizing empire
Förderung: gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Digital Empire - Chinese Imperial Practices and Infrastructure in the Global South
Das Teilprojekt geht von der Annahme aus, dass China sich zu einem spezifischen „learning empire“ herausbildet. Im Fokus steht die Rolle transnationaler Unternehmen beim Aufbau und der Ausweitung imperialer Kontrollstrukturen, insbesondere im Bereich digitaler Infrastrukturen im Globalen Süden. Untersucht werden dabei die Praktiken chinesischer Hightech-Firmen sowie des Parteistaats bei der Entwicklung von Konnektivität. Erstens analysiert das Projekt, wie politische Strategien im Zuge des Aufstiegs der Volksrepublik China zur digitalen Macht angepasst werden, vor allem durch verstärkte Abstimmung zwischen unterschiedlichen chinesischen Akteuren. Zweitens wird der Frage nachgegangen, ob und in welchem Ausmaß chinesische Anbieter Kontrolle über sämtliche Ebenen des „digitalen Stacks“ gewinnen, von denen Staaten wie Äthiopien abhängig sind. Drittens wird bewertet, inwiefern diese digitalen Abhängigkeiten zur Marginalisierung Äthiopiens beitragen.
Ausgewählte Publikationen
Global structures of digital dependence and the rise of technopoles
Maximilian Mayer & Yen-Chi Lu (2025)
New Political Economy.
China's Claim to a New World order
Godehardt, Nadine & Mayer Maximilian (2025)
German Institute for International and Security Affairs, SWP Comment 2025/C 42.
Digital Infrastructure and Sino-African Relations: Chinese ICT companies and African agency
Maximilian Mayer, Alexander Demissie & Yen-Chi Lu (2026)
In Lloyd G. Adu Amoah (ed), Africa-China Relations. Partnership, Peonage or Pawnage? Palgrave Macmillan, 177-206.
Medienberichterstattung
- Europe Has No China Plan w/ Maximillian Mayer Not much of a U.S. plan either (2026, Interview, Maximilian Mayer)
- Pressemitteilung Nr.7 DFG fördert 14 neue Forschungsgruppen (27. März 2026)
- WER MACHT WAS I Forschungsprojekt "Learning Empire" (Wolfgang Hirn, Mai 2026)
Leitung des Digital Empire Projekts
Prof. Dr. Maximilian Mayer