In den vergangenen Jahren sei aus der deutsch-französischen Partnerschaft nur wenig Substanzielles hervorgegangen. Zwar habe Präsident Emmanuel Macron wiederholt Vorschläge für gemeinsame Projekte unterbreitet, diese seien jedoch kaum aufgegriffen worden. Stattdessen zeichne sich zunehmend eine schleichende Entfremdung ab, so Dr. Landry Charrier. In Frankreich würden Goethe-Institute geschlossen, zugleich ziehe sich das Land angesichts angespannter Haushaltslagen aus der Finanzierung gemeinsamer Programme und Angebote zurück. Insgesamt entstehe der Eindruck, dass die Bevölkerungen beider Länder zunehmend das Interesse aneinander verlören.
Gleichwohl sei es nach Einschätzung Dr. Landry Charriers nicht zu spät, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die Analyse komme zu dem Ergebnis, dass weiterhin eine engagierte Basis existiere, die die deutsch-französische Freundschaft aktiv trage. Entscheidend sei nun, sowohl finanzielle Mittel als auch politischen Willen zu mobilisieren, um diese zentrale Verbindung zu bewahren und ihr neuen Impuls zu verleihen.