Neben Handelsrouten beherbergen die Meere auch wichtige Pipelines und Datenkabel, welche unsere Zivilisation „lebensfähig halten“, so Dr. Moritz Brake. Die enge Verknüpfung zwischen Großmachtstatus und Seemacht sei nach wie vor fest in der internationalen Politik verwurzelt.
Aus dieser Perspektive sei es kaum verwunderlich, dass China seit Jahrzehnten massiv in die eigene maritime Präsenz investiert. Sowohl die zivile, als auch die militärische Schifffahrt würde seit Jahren massiv und zielgerichtet subventioniert, sodass China große Teile der für das Land wichtigen Handelsschiffe selbst kontrolliere und baue. Parallel dazu sei die chinesische Marine mittlerweile zur quantitativ größten, wenngleich nicht schlagkräftigsten, der Welt angewachsen, so Dr. Moritz Brake weiter. Die USA hätten weiterhin die Nase vorne. Dies begründe sich vor allem in den Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Systeme.
Auch für Deutschland sei eine handlungsfähige Marine von zentraler Bedeutung. Als Exportnation, müsse Deutschland dazu in der Lage sein die eignen Interessen auf den Meeren zu vertreten, dies sei auch der Grund, weshalb die Marine im Vergleich zum Heer und der Luftwaffe weniger stark verkleinert wurde. Auch im Bezug auf Grönland sieht Dr. Moritz Brake eine große Bedeutung für die europäische Marine. Man habe zwar Strategien, sei den USA jedoch unterlegen, weshalb man den Forderungen der USA gegenüber nur wenige Antworten parat habe.