Eine vollständige Öffnung der Straße gilt als unwahrscheinlich, da das Hauptinteresse Irans offenbar darin besteht, die geforderte Maut für Handelsschiffe durchzusetzen. Die größte Gefahr für Schiffe und ihre Besatzungen geht weiterhin von den anhaltenden Kampfhandlungen aus – ein Risiko, das für private Reedereien kaum tragbar ist. Selbst bei einer formellen Wiederöffnung der Straße bliebe die Bedrohung bestehen, etwa durch Seeminen.
Die deutsche Marine verfügt zwar über besondere Fähigkeiten zur Räumung solcher Seeminen, doch wäre ein entsprechender Einsatz unter Gefechtsbedingungen nur schwer durchführbar. Zudem würde er in jedem Fall erhebliche Zeit in Anspruch nehmen und eine dauerhafte Präsenz von Schiffen sowie spezialisierten Kräften vor Ort erfordern.