Die USA hätten sich bereits von Beginn an auf eine länger andauernde Operation im Iran eingestellt. Die Erhöhung der Produktionsvolumina amerikanischer Rüstungsunternehmen verdeutliche dies. Dennoch könnten die Munitionsbestände kurzfristig zum limitierenden Faktor der Operation werden, so die Einschätzung von Dr. Frank Umbach. Es müssten zunächst weitere Produktionskapazitäten aufgebaut werden, um den hohen Verbrauch der US-Armee dauerhaft zu decken.
Gleichzeitig lasse sich ein Rückgang der iranischen Schlagkraft feststellen. Dies liege zum einen daran, dass die Arsenale des Irans zunehmend leergeschossen seien, zum anderen stünden Abschussrampen und Produktionslinien verstärkt im Fadenkreuz amerikanischer Angriffe. Dennoch verfüge der Iran weiterhin über genügend Raketen, um die Bedrohung der Straße von Hormus aufrechtzuerhalten.
Auch der Verzicht des Irans auf weitere Angriffe gegen seine Nachbarstaaten sei nicht gleichbedeutend mit einem baldigen Ende des Konflikts. Der Iran fürchte derzeit einen direkten Angriff durch seine Nachbarn und übe daher Zurückhaltung, um keine weitere Eskalationsfront zu eröffnen.