Das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichters Omar Artan sei kein isolierter Einzelfall, sondern passe zu der seit längerem restriktiven Einreisepolitik der Vereinigten Staaten. Auch schon vor der WM seien Menschen aus bestimmten Staaten, darunter Somalia, an der Einreise gehindert worden. Für die Sportler seien zwar Ausnahmeregelungen vereinbart worden, dass aber nun dennoch zu solchen Fällen komme, sei Ausdruck der Unsicherheit unter der Trump-Administration und könne dem Image der Vereinigten Staaten schaden.
Auch sorge die Weltmeisterschaft für große internationale Aufmerksamkeit, die Trump politisch zu nutzen wisse. Gleichzeitig könne diese Aufmerksamkeit aber auch dafür sorgen, dass problematische Entwicklungen in den USA sichtbarer würden. Das Turnier zeige zugleich den Gegensatz zwischen dem integrativen Anspruch des Sports und Trumps politischem Stil auf: Während Sport Menschen zusammenbringen könne, sei Trump eher dafür bekannt, zu mobilisieren und zu polarisieren.
Nichtsdestotrotz sei es aber wichtig, die Weltmeisterschaft nicht als „Trumps Veranstaltung“ zu sehen, denn viele der Menschen und Austragungsorte stünden weiterhin für ein offenes und liberales Amerika.