Nachdem die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Irankrieges den Ölexport aus dem Nahen Osten deutlich eingeschränkt hat, gab es zumindest über Pipelines noch die Möglichkeit, saudisches Öl über das Rote Meer zu exportieren, so Dr. Brake. Nun sei auch dies nahezu unmöglich, da die Huthi-Rebellen, die mit dem Iran verbündet sind, weite Teile des Küstengebiets an der Bab-al-Mandab-Straße eingenommen haben. Für die Golfstaaten sei dies eine existenzielle Bedrohung, erklärt Brake. Es bleibe abzuwarten, inwiefern die Golfstaaten nun militärisch mobilisieren. Interessant sei auch, dass Schiffe unter chinesischer Flagge kaum angegriffen würden und sich somit eine Machtverschiebung der internationalen Handelsbeziehungen abzeichne.
Dr. Moritz Brake bei phoenix über die Situation an der Bab al-Mandab-Meerenge nach dem Vorstoß der Huthi-Rebellen Dr. Moritz Brake bei phoenix über die Situation an der Bab al-Mandab-Meerenge nach dem Vorstoß der Huthi-Rebellen
Dr. Moritz Brake war am 15. September 2026 zu Gast bei phoenix um die Situation an der wirtschaftlich bedeutsamen Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer zwischen Saudi-Arabien und Afrika zu analysieren. Nachdem die jemenitischen Huthi-Rebellen große Küstengebiete entlang der Meerenge besetzt haben, häufen sich Befürchtungen über schwerwiegende ökonomische Folgen.
Dr. Moritz Brake im Interview mit phoenix
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Dr. Moritz Brake ist Senior Fellow des Center for Advanced Security, Strategic, and Integration Studies (CASSIS) .