Nachdem die Urheberschaft zweier Sabotageakte an deutschen Umspannwerken extrem klimaaktivistischen bzw. linksextremen Akteuren zugeordnet werden konnte, betont Umbach, dass die größere Gefahr für die deutsche kritische Infrastruktur weiterhin von Russland als einem koordiniert handelnden, über Ressourcen verfügenden staatlichen Akteur ausgehe. Umbach erklärte aber auch, dass auch hinter politisch extremen Tätern Moskau stehen könnte, da Russland über das Internet sogenannte „Wegwerfagenten" anwerbe, die oft aus diesen Milieus stammen. Allgemein gestalte sich die Attribuierung solcher Straftaten schwierig, oft dauerten Ermittlungen Monate, bis ein klarer Täter identifiziert werden könne, so Umbach.
Die Gefahr weiterer hybrider Angriffe und Sabotageakte sei keinesfalls gebannt, und Deutschland müsse sich in den kommenden Monaten auf weitere solcher Zwischenfälle einstellen, so Umbach. Er argumentiert, dass, um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, kritische Infrastruktur besser geschützt und Gesetze angepasst werden müssten.