Die Tat erinnere an den Brandanschlag in Berlin, der einer linksextremistischen Gruppe zugeschrieben worden sei. Dies werfe die Frage auf, inwieweit solche Gruppierungen eigenständig handelten oder möglicherweise auf Anweisung ausländischer Akteure, etwa russischer Geheimdienste, agierten. Insbesondere Angriffe auf die Stromversorgung seien ein typisches Element hybrider Kriegsführung. Europäische Sicherheitsbehörden warnten bereits seit dem vergangenen Jahr vor entsprechenden Bedrohungen, wobei Deutschland besonders im Fokus stehe. Eine eindeutige Zuordnung solcher Taten sei für die Ermittlungsbehörden jedoch nur schwer möglich.
Mit Blick auf den Schutz kritischer Infrastruktur könne der Einsatz moderner Sensorik hilfreich sein. Zwar lasse sich Sabotage dadurch nicht verhindern, doch würden sowohl die Aufklärung als auch die Schadensbehebung erleichtert. Voraussetzung hierfür sei eine engere Zusammenarbeit und Koordination zwischen privaten Betreibern kritischer Infrastruktur und staatlichen Stellen.