Putins Verweis auf eine mögliche Vermittlerrolle von Altbundeskanzler Schröder sei ein Spiel, mit dem der russische Präsident versuche, die Europäer politisch zu spalten. Auch in Moskau sei klar, das Schröder in der Ukraine und vielen anderen europäischen Staaten nicht das politische Vertrauen genieße, um Verhandlungen zu führen. Auch die deutschen Wirtschaftsvertreter und die AfD-Delegation in St. Petersburg würden von der russischen Propaganda gezielt eingesetzt, um die deutsche Innenpolitik zu beeinflussen.
Gleichzeitig werde deutlich, dass Putin nicht Willens sei, mit einem europäischen Regierungschef in ernsthafte Verhandlungen einzutreten. Für Putin sei klar, dass zuerst der Donbas erobert werden müsse und man erst dann darüber nachdenken könne, zu verhandeln.
Mit Blick auf diese Verweigerungshandlungen müssten diplomatische Initiativen der EU schon jetzt eng mit der Ukraine koordiniert und ein geeigneter Verhandler ausgewählt werden – auch wenn ein diplomatischer Erfolg aktuell unwahrscheinlich sei.